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Stück für Stück

Bier für Frauen von Felicia Zeller |  Premiere 01.10.2008 | Regie: Ruth-Claire Lederle
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WARUM?
„Frauen“, schreibt Ingo G. (23) aus Darmstadt in einem Leserbrief an das JETZTmagazin der Süddeutschen
Zeitung, „sollten keinen Alkohol trinken“. Trinken sie Bier, werden sie albern, dann träge und sind dann zu nichts mehr zu gebrauchen. Bei uns Jungs ist das anders. Wir verstehen es, haben wir erst einige Biere getrunken, den Abend mit interessanten, tiefgreifenden Gesprächen ausklingen zu lassen.“ Ob Ingo G. recht hat? Felicia Zeller hat in jahrelanger Trink- und Sprachrecherche diese Aussage anhand gesammelter Gesprächsfetzen überprüft.

WAS?
Poetische Verdichtungen Gespräche alkoholisierter Frauen. Berichte aus dem Zwischenreich des Rausches. Sprech- und Gesprächsversuche zerplatzen wie Bierhefebläschen. Sie reden sich um Kopf und Kragen. Es geht um die moderne Tragik ihrer Antiheldinnen: Ungebrochener Ausdruckswille kämpft gegen das Unvermögen sich zu erinnern, Gedanken im Zaum zu halten oder auch nur eine Weile konsequent zu verfolgen. Mit plötzlichen Eingebungen reiten Zellers Protagonisten in hoffnungslose Missverständnisse, schwarze Kommunikationslöcher und die nächste Depression.

WIE?
Faszinierend schwachsinnig. Intelligent aus dem Bauchladen des Lebens gekramt. Hochgradig witzig. Jenseits jeglicher klassischer Theaterdramaturgie, bestückt mit Gesangs-, Tanzeinlagen. Die acht Protagonistinnen laufen zu Hochform auf.

ALLES?
Dieses Stück versucht sich dem großen egal anzunähern.

  

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