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Stück für Stück

Femmes Fatales in Anlehnung an ACHT FRAUEN von Robert Thomas | Premiere 03.06.2008 | Regie: Ruth-Claire Lederle
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Die Familie um den Unternehmer Marcel schickt sich an das Weihnachtsfest in der eleganten, verschneiten Landhausidylle zu feiern. Die älteste Tochter der Familie, Susanne, kommt aus dem Internat in England zu Besuch. Sie findet einiges verändert vor: die Mutter Gaby ist wenig weihnachtlich gestimmt, die kleine Schwester Catherine will plötzlich erwachsen sein, die geizige Großmama und die alte Jungfer Tante Augustine sind eingezogen und das neue Dienstmädchen ist so gar nicht schüchtern. Nur die gute alte Hausdame Chanel gibt sich wie immer. Dieser mühsam aufrechterhaltene Schein der Familienidylle zerreißt jäh durch einen Schrei. Der Hausherr Marcel wird mit einem Messer im Rücken ermordet aufgefunden. Nach dem ersten Schock taucht zu allem Überfluss in diesem Moment auch noch unversehens Pierette, die ungeliebte Schwester des Getöteten, auf. Beim vergeblichen Versuch, die Polizei zu rufen, stellt sich heraus, dass das Telefonkabel durchtrennt wurde, der Wagen nicht mehr fährt und das Tor des abgelegenen Hauses versperrt ist. Abgeschnitten von der Außenwelt sind die Damen auf sich allein gestellt und bald wird klar: es kann nur eine von ihnen gewesen sein… Diese schockierende Erkenntnis reißt die acht Frauen aus ihren mühsam gewahrten Rollen und sie zeigen nach und nach ihre wahren Gesichter. Es beginnt ein Reigen der Verdächtigungen und verzweifelten Lügen. Allianzen bilden sich und zerbrechen. Die bizarre Situation scheint fast zum Lachen, wäre nicht klar, dass dieser Mord vielleicht nicht der letzte war.

Robert Thomas überzeichnet alle Elemente einer Kriminalgeschichte und reizt jedes Klischee aus. Natürlich haben alle acht Frauen ein Motiv, natürlich hatten alle acht Frauen die Gelegenheit zur Tat, natürlich haben alle acht Frauen ein sehr dunkles Geheimnis. Und genau damit durchleuchtet Thomas ungeheuer bissig und witzig jeden Abgrund der weiblichen Seele. Die Kriminalkomödie gibt sich keine Minute mit emotionaler Zurückhaltung ab. Es wird leidenschaftlich bis hysterisch entlarvt und intrigiert, gehasst, geschluchzt und triumphiert.Und wie es sich für einen echten Krimi gehört, erkennt der Zuschauer erst zum Schluss, dass nichts so ist, wie es schien…

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